Niemand verlässt seine Heimat und seine Familie ohne Not. Unser Menschsein verpflichtet uns zur Hilfe. Deshalb setzen wir uns für den Ausbau der Menschenrechte und die Beibehaltung des Asylrechtes ein.
Ein liberales und demokratisches Europa ermöglicht eine umfangreiche Flüchtlingsaufnahme. Voraussetzung dafür ist eine effektive Kontrolle der Außengrenzen.
Wir erkennen an, dass es national unterschiedliche Belastungsgrenzen gibt. Wir erinnern aber auch an die Mitverantwortung der europäischen Staaten für viele historische und zeitgenössische Fluchtursachen.
Deshalb fordern wir intelligente, innovative Lösungen für eine steigende Zahl an Flüchtlingen.
Ihre Zahl wächst. Die Ursachen sind menschengemacht: schlechte Regierungsführung, menschenverachtendes Machtstreben, Rassismus, wirtschaftlicher Egoismus und Klimawandel. Die industrialisierten Staaten tragen Mitverantwortung,
auch Deutschland.
Die industrialisierten Staaten müssen den weniger entwickelten so schnell wie möglich zu einem sich selbst tragenden Entwicklungsniveau verhelfen und darauf hinwirken, in einem neuen globalen Migrationspakt den Schutz aller bedürftigen Menschen verbindlich zu regeln.
Deutschland und die EU müssen sich für eine Stärkung der Vereinten Nationen und die Wiederherstellung einer regelbasierten, werteorientierten Weltordnung einsetzen!
Wir müssen dabei eine Vorreiterrolle einnehmen!
Viele Engagierte vergessen über die Konzentration auf Nächstenhilfe, dass diese Hilfe auch materielle und soziale Bedingungen voraussetzt. Andere Mitmenschen sehen Flüchtlinge als direkte Gefährdung ihrer jetzigen Lebensumstände.